Vergünstigungen in den Genfer Kulturinstitutionen: Vielfalt, Nutzung und Herausforderungen
Welche regulären Eintrittspreise, Vergünstigungen und Gratisangebote bieten die Genfer Kulturinstitutionen an?
Wie werden die verschiedenen Vergünstigungen finanziert?
Wie lässt sich ein Gesamtüberblick über die vielfältigen Modelle gewinnen?
Und was sagt die Forschung über ihre tatsächliche Wirksamkeit beim Zugang zur Kultur aus?Wie werden die verschiedenen Preisangebote und Vergünstigungen finanziert?
Um diese Fragen zu beantworten, beauftragte die kantonale Kommission für den Zugang zur Kultur des Kantons Genf L’Oeil du Public mit einer Bestandsaufnahme der Vergünstigungsmodelle, die von den Kulturinstitutionen im Kanton angewendet werden. Angesichts der großen Vielfalt der zielgruppenspezifischen Angebote verfolgte das Projekt zwei Ziele: ein dynamisches Instrument zur Beobachtung der bestehenden Maßnahmen zu schaffen und die tatsächliche Wirksamkeit dieser Maßnahmen besser zu verstehen.
In einer ersten Phase sammelten wir detaillierte Informationen bei über hundert Kulturinstitutionen im Kanton Genf. Eine zentrale Herausforderung des Projekts bestand dabei in der Vielfalt der bestehenden Modelle: Das Instrument sollte dieser Vielfalt gerecht werden und gleichzeitig eine übersichtliche und praxisnahe Auswertung ermöglichen. Auf dieser Grundlage entwickelten wir ein flexibles Instrument, mit dem sich die bestehenden Maßnahmen anhand zentraler Indikatoren visualisieren, vergleichen und analysieren lassen.
Ergänzt wurde diese Bestandsaufnahme durch eine Analyse des aktuellen Forschungsstands zu Preispolitiken und Vergünstigungen im Kulturbereich. Die Untersuchung stützte sich auf internationale Studien aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland und den USA. Ziel war es, die Auswirkungen von Ermäßigungen und kostenlosem Zugang auf die kulturelle Teilhabe, die Besucherzahlen in Kulturinstitutionen und die Diversifizierung der Publika besser zu verstehen.
Falls Sie mehr über unser Vorgehen bei ähnlichen Fragestellungen erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne.
Hendrik Heidbüchel
© L’Oeil du Public